Wie Unternehmensnachfolge im Familienunternehmen regeln?

Sie stehen vor der Herausforderung, die Nachfolge in Ihrem Familienunternehmen zu regeln? Dann wissen Sie: Nachfolge ist weit mehr als die Übergabe von Schlüsseln und Anteilen. Es geht darum, die Zukunft von Familie und Unternehmen gleichermaßen zu sichern – und dafür das passende Nachfolgemodell zu finden.

Nachfolgemodelle im Überblick

Bei der Nachfolgeplanung werden die Führungs- und Eigentumsverhältnisse im Familienunternehmen neu geordnet. Konkret geht es um Fragen wie:

  • Wie sollen am Ende des Nachfolgeprozesses Eigentums- und Anteilsverhältnisse geregelt sein?
  • Wem gehören wann welche Anteile?
  • Welche Rechte und Pflichten werden mitübertragen?

Gleichzeitig stellt sich die Frage der Führungsnachfolge: Wer soll künftig an der Spitze des Unternehmens stehen? Kommt jemand aus der Familie in Frage, ein erfahrener Mitarbeiter aus dem Unternehmen – oder ist ein externer Geschäftsführer die bessere Lösung? Manchmal ist auch eine Kombination dieser Optionen sinnvoll.

Führung und Eigentum zusammendenken

Für die Kombination von Führung und Inhaberschaft stehen zahlreiche Nachfolgemodelle zur Verfügung – und innerhalb dieser wieder unterschiedliche Mischformen. Denn eines ist sicher: So individuell wie jede Unternehmerfamilie ist, so individuell ist auch ihr Nachfolgemodell.

Was in der einen Familie hervorragend funktioniert, kann in einer anderen scheitern. Deshalb braucht es eine bewusste Entscheidung, die sich an den Werten, Zielen und Strukturen Ihrer Familie orientiert.

Zwei Grundrichtungen der Nachfolge

Grundsätzlich lassen sich Nachfolgemodelle in zwei Kategorien einteilen:

1. Reine Familiennachfolge – Führung und Eigentum bleiben in der Familie

Hier liegen sowohl die Führungsaufgaben als auch die Inhaberschaft in Familienhand. Typische Modelle sind unter anderem:

  • die Thronfolgerlösung,
  • die Doppelspitze,
  • die Realteilung,
  • die familiengeführte Geschwistergesellschaft,
  • oder der Family-Buy-out.

Mehr dazu im Beitrag: Reine Familiennachfolge – wenn Verantwortung in der Familie bleibt.

2. Mischnachfolge – Eigentum bleibt, Führung wird extern geregelt

In dieser Variante verbleibt das Unternehmen im Eigentum der Familie, die Führung wird jedoch ganz oder teilweise an externe Manager übertragen. Mögliche Modelle sind beispielsweise:

  • Betriebsverpachtung,
  • familieninterne oder externe Fremdführung,
  • oder eine Familienstiftung mit Familien- oder Fremdmanagement.

Mehr dazu im Beitrag: Mischnachfolge – wenn Familie Eigentümer bleibt, aber nicht führt.

Merksatz

Mein Rat an Sie: Das passende Nachfolgemodell ergibt sich nicht aus der Theorie, sondern aus Ihrer Familienrealität – entscheidend ist, was zu Ihren Werten, Zielen und Menschen passt.

Wenn Sie den passenden Weg finden möchten …

Wenn Sie gerade vor der Nachfolge stehen und sich fragen, welches Modell zu Ihrer Familie passt, wie Sie Eigentums- und Führungsfragen klären können oder wie Sie den Übergabeprozess strukturiert gestalten, dann sprechen Sie mich gerne an. Ich begleite Sie dabei, die Nachfolge als strategische Chance zu nutzen – nicht als Belastung.

Nachfolge im Familienunternehmen gezielt gestalten

Gerne unterstütze ich Sie dabei, das für Ihre Familie passende Nachfolgemodell zu entwickeln, Eigentums- und Führungsfragen zu klären und den Übergabeprozess strukturiert zu planen.

Gespräch zur Unternehmensnachfolge vereinbaren

Quelle: Nachfolge im Familienunternehmen, Koeberle-Schmid / Unger. ISBN 978-3-406-68432-6.

Autor

Prof. Dr. Alexander
Koeberle -Schmid​

Noch mehr Wissen